
Kachelofen zur Trocknung des rohen, ungebrannten Geschirrs aus der Heimberger Hafnerei Küenzi im „Lädeli“, Bernstrasse 229, datiert 1864, Bild vom Wiederaufbau im Schlossmuseum Thun nach 1959, heute leider abgebrochen (SST-00446).
Die Herstellung oder das Setzen von Kachelöfen spielten in Heimberg normalerweis keine nennenswerte Rolle. Es gibt davon nur wenige Ausnahmen, u.a. in der ehemaligen Werkstatt von Johannes Küenzi, Heimberg, Bernstrasse 229 (Buchs 1970, SST-00446).

Heimberg, Bernstrasse 229, kurz vor dem Abbruch (Buchs 1970, Abb. 1).

Heimberg, Bernstrasse 229, Erdgeschoss mit typischer Heimberger Töpferhaus-Disposition (Buchs 1970, Abb. 1).
Die Hafner Küenzi von Uebeschi produzierten für vier Generationen Keramik in Heimberg und Steffisburg. Zeitweise waren vier Brüder gleichzeitig tätig. Die Werkstätten befanden sich auf den Grundstücken Steffisburg, Bernstrasse 206 bzw. 238 und Heimberg Bernstrasse 229. Aus diesem 1945 aufgegebenen Betrieb stammt der 1864 datierte Kachelofen, der als „Tröckneofen“ diente. Da er heute magaziniert ist (SST-00446), sollen die wichtigsten Kacheln im folgenden kommentarlos gezeigt werden, da die Ofendatierung zugleich ein wichtiger Anhaltspunkt für die stilistische Entwicklung in Heimberg um das Jahr 1864 ist. Den kulturhistorischen Ausführungen von Herrmann Buchs aus dem Jahr 1970, ist nichts hinzuzufügen.








