Schaffhausen SH, Ziegler´sche Tonwarenfabrik (1828-1973)

Schaffhausen, Zieglersche Tonwarenfabrik  1861, auf beiden Seiten des Rheins

Keramik der  Tonwarenfabrik in CERAMICA CH

Andreas Heege 2019

Eine umfassende, kulturhistorische und auf die überlieferten Objekte abgestützte Geschichte der Ziegler’schen Tonwarenfabrik in Schaffhausen existiert bis heute nicht und kann an dieser Stelle auch nicht vorgelegt werden. Unsere derzeitigen Kenntnisse, die durch die Bombardierung und den Brand der Fabrik und des Fabrikarchivs im Jahr 1944 extrem rudimentär sind, können sich nur auf veröffentlichte biographische Daten aus der Familie (Ziegler-Ziegler 1888), sowie wissenschaftliche Arbeiten von Karl Frei (1926 und 1951, Fortsetzung 1952), Siegfried Ducret (1953)  und Barbara Messerli-Bolliger (1991 und 1993) stützen. 1993 begleitete ein kleiner Katalog eine Sonderausstellung im Museum Allerheiligen in Schaffhausen (Ziegler-Keramik 1993). 2014 wurde noch einmal ein Teil der Keramiksammlung des Museums in der Ausstellung „geschaffen – gebraucht – gesammelt. Schaffhauser Keramik“ gezeigt. Leider erschien dazu kein Katalog.

Eckdaten der Firmengeschichte

1828 Jakob Ziegler (1775-1863) aus Winterthur pachtete die städtische Ziegelhütte in Schaffhausen und erstellte auf dem rechten Rheinufer ein erstes Firmengebäude. Beginn der Produktion chemischer Gefässe und Leitungsröhren, vor allem für seine chemische Fabrik in Winterthur.

1829  Lehensbrief der Stadt als Ziegelbrenner.

1831 Kauf des Steinbruchs der Gemeinde Flurlingen auf der linken Rheinseite. Bau einer Wasserkraft und eines Zulaufkanals vom Rhein, dabei 1833 Durchbruch des „Rheinfelsens“. Bau von Betriebsgebäuden und Gebäudeerweiterungen bis 1836. Darin auch Unterbringung einer Baumwollweberei. Masse- und Glasuraufbereitung mit Hilfe der Wasserkraft.

1839 Verlegung der Kochgeschirr- und Fayenceproduktion  in die Gebäude auf der linken Rheinseite nach Schliessung der Weberei. Nach der Heirat mit Fanny Pellis aus Lausanne Führung des Doppelnamens Ziegler-Pellis.

Firmengebäude auf der linken Rheinseite, wohl um 1840.

1843 Brand eines Teiles der linksrheinischen Fabrikgebäude, anschliessend Wiederaufbau. Teilnahme an der 1. Schweizerischen Industrie- und Gewerbeausstellung in St. Gallen (Ausstellung von Schmelztiegeln)

1846 Teilnahme an der 1. Industrieausstellung des  Kantons Zürich (Tonröhren, Backsteine, Architekturteile, braunes Kochgeschirr, Vasen, Urnen, Medaillen)

1848 Teilnahme an der 2. Schweizerischen Industrie- und Gewerbeausstellung in Bern. Goldmedaille für Tonwaren.

1850 Kauf der städtischen Ziegelhütte auf dem  rechten Rheinufer.

1851 Beschickung der 1. Weltausstellung in London, Ausstellung eines neugotischen Taufsteins.

1854  Teilnahme an der 2. Industrieausstellung des  Kantons Zürich.

1857 Teilnahme an der 3. Schweizerischen Industrie- und Gewerbeausstellung in Bern. Bronzemedaille. Gezeigt werden u.a. Arbeiten, die in Zusammenarbeit mit dem Künstler Johann Jacob Oechslin entstanden sind.

1860 Bau des Rheinsteges, der die Firmenteile auf beiden Rheinufern verbindet. Teilnahme an der Industrieausstellung in Uster.

1863 Nach dem Tod von Jakob Ziegler Übernahme der Firma  durch seinen Sohn Johannes Ziegler-Ernst (1809-1868). Ausbau der Wasserkraft.

1866 Bau einer Seiltransmisson über den Rhein zum Antrieb der rechtsrheinischen Fabrik. Ausbau der Maschinenarbeit. Bau eines neuen Fabrikgebäudes und modernen Brennofens auf der linken Rheinseite.

1868 Tod von Johannes Ziegler-Ernst. Verwaltung der Fabrik durch Friedrich Zollinger.

1870 Beschickung an einer Ausstellung in Kassel, 1. Preis.

1873 Teilnahme an der Weltausstellung in Wien, als einziger nennenswerter Vertreter der keramischen Industrie bzw. des Hafnerhandwerks in der Schweiz (Katalog für die schweizerische Abtheilung der Wiener Welt-Ausstellung 1873, IX. Gruppe, Stein-, Thon- und Glas-Industrie, Ausstellernummer 517). Ausstellungsobjekte: Tonröhren mit porenfreien Wandungen für Kanalisation und Wasserleitungen, Röhren für Drainage, ein Sortiment feines braunes Kochgeschirr, ein Sortiment Blumenvasen und Hängelampen, ein Sortiment glasierte Falzziegel für flache Dächer. Ergebnis: Verdienst-Medaille.

1874 Hermann Ziegler-Frauler (1848-1913) tritt in die Fabrik ein und wirkt dort bis 1910.

1875/76 Stilllegung der alten Ziegelhütte und Bau einer Steinzeugfabrik (Röhrenfabrik) auf dem rechten Rheinufer zwischen der Eisenbahnlinie und den alten Fabrikgebäuden

1876 Eduard Ziegler-Ziegler (1852-1935) tritt in die Fabrik ein.

1877 Bau eines neuen grossen Ofens. Einführung eines ununterbrochenen Fabrikbetriebs.

1878 Teilnahme an der Weltausstellung in Paris, Silbermedaille.

1880 Rückkehr der Geschirrproduktion auf die rechte Rheinseite.

1883 Teilnahme an der 1. Schweizerischen Landesausstellung in Zürich. Auszeichnung für Geschirr und Röhren.

1890 Gründung der mechanischen Ziegel- und Röhrenfabrik (später Schweizerische Steinzeugröhrenfabrik).

1894 Ausstellung in Zürich, goldenes Ehrendiplom.

1895 Ausstellung in Genf, Goldmedaille.

1899 Abtrennung der Röhrenfabrik (Mechanische Ton- und Röhrenfabrik) von der Geschirrfabrikation.

1907 Eintritt von Eduard Ziegler-Studer in die Firma (1879-1944).

1912 Brand der rechtsrheinischen Fabrik und Neubau. Stilllegung des  Betriebs „Rheinfels“ auf dem linken Rheinufer (Abbruch der Fabrikgebäude zwischen 1920 und 1928).

1914 Aussteller auf der Schweizerischen Landesausstellung in Bern, Goldmedaille (siehe Bild aus der Zeitschrift „Die Schweiz“).

1915 Umwandlung der Kollektivgesellschaft Eduard Ziegler und Sohn in eine Aktiengesellschaft.

1916-1918 Durch den 1. Weltkrieg bedingte Produktionsprobleme

1918 Verkauf der linksrheinischen Liegenschaften samt Wasserkraft und Unterhaltspflicht für den Rheinsteg. Teilnahme an der Schweizerischen Mustermesse in Basel.

1921 Teilnahme an der Kantonalen Gartenbauausstellung Imthurneum (Vasen).

1923 Ausstellung in der Tonhalle Zürich.

1930 Teilnahme an der Schweizerischen Mustermesse Basel.

1935 Teilnahme an der Schweizerischen Mustermesse Basel, Schweizer Woche Luzern, Comptoir Suisse In Lausanne.

1938 Werner Ziegler-Egger (5. Generation) tritt in die Firma ein.

1939 Teinahme an der Schweizerischen Landesausstellung in Zürich

1941 Rolf Ziegler (5. Generation) tritt in die Firma ein. Teilweise Umstellung des Brennbetriebes auf Elektrizität.

1944, 1. April Zerstörung von 2/3 der Firmengebäude und des Firmenarchivs durch den irrtümlichen Brandbombenabwurf amerikanischer Bomber.

1945-1946 Wiederaufbau

1947 Umstellung von Weichsteingut (Kalksteingut) auf Hartsteingut (Feldspatsteingut)

1949 Einrichtung einer Kunstabteilung unter Gustav Spörri (1902-1976; Strübin 2013), die dieser bis 1964 als künstlerischer Leiter führt.

1953 Firmenjubiläum 125 Jahre Tonwarenfabrik Ziegler AG.

1957 Aufgabe des beliebten „Bauerndekors“.

1957-1964 Teilnahme an der Frankfurter Messe.

1964 Beschluss einer ausserordentlichen GV der Aktiengesellschaft, die Keramikproduktion ab Januar 1965 schrittweise zurückzufahren.

1973 Definitive Stilllegung der Keramikproduktion.

 

Über das Aussehen der frühen Produkte der 1830er-Jahre von Schaffhausen, wissen wir so gut wie nichts. Jakob Ziegler-Pellis präsentierte aber unter der Ausstellernummer 691 zwei Terrinen im Stil «à la Dufour» auf der 2.  Schweizerischen Industrieausstellung in Bern im Jahr 1848 (Messerli Bolliger 1991, 28). Dies ist das einzige bekannte Exemplar (MHV 2869), das zugleich die damalige Fabrikmarke zeigt.  Deutlich wird auch, dass man in Schaffhausen Geschirr mit Manganglasur fertigte, in einer Qualität, die der Manufakturen am Zürichsee  in Kilchberg-Schooren (Nägeli, Scheller, später Staub) durchaus entsprach. Über die weiteren Ausstellungsstücke von 1848, u.a. Kopien von Basaltware („Wedgwoodgeschirr“ ) und einem umfangreichen Spektrum an Geschirr mit Manganglasur (u.a. auch Kaffeemaschinen mit keramischem Filter) berichtete Karl Frei  (1951) ausführlich, gestützt auf den technischen Ausstellungsbericht von Dr. Ludwig Stantz (1801—1871) : „Von Herrn Ziegler-Pellis waren ausgestellt in beinahe siebzig Artikeln braunglasierte, im Model geformte, steingutähnliche, mit geschmackvollen Perlenbördchen verzierte Koch- und Tafelgeschirre, ferner Nachbildungen der schwarzen englischen Wedgewood- Basalt-Geschirre. Die ersten Waren haben durch Eleganz der Form, verbunden mit deren Tauglichkeit zum praktischen Gebrauche, durch den Glanz und die Gleichmässigkeit der Glasur, den schönen hellen Klang und durch ihre Mannigfaltigkeit den allgemeinen Beifall gewonnen. Dieser Industriezweig, ein ziemlich neuer, ist ganz geeignet, jedem Töpfer zum Vorbild zu dienen. Die Geschirre des Herrn Ziegler sind nicht viel theurer als die gemeinen, meist sehr hässlichen und plumpen Töpferwaren und können, die Farbe allein abgerechnet, in den meisten Fällen die Fayence ersetzen.“ Für seine Produkte erhielt Ziegler eine Goldmedaille.

Auf der 3.  Schweizerischen Industrieausstellung in Bern im Jahr 1857, war Ziegler nach Ausstellungsbeteiligungen an den Weltausstellungen in London 1851 und Paris 1855, allerdings weniger erfolgreich (Frei 1952). Karl Frei analysierte 1952 den Jurybericht:

„An den Geschirren der Mechanischen Tonwarenfabrik in Schaffhausen wird gelobt, dass ihre Glasuren sehr glatt und gut geflossen, die Masse gut verarbeitet und die Form gefällig sei. Bei aller Anerkennung für das Bestreben der Fabrik, diese unbedingt guten Geschirre in den Handel zu bringen, müsse aber doch gesagt werden, dass sie wohl kaum die weissen Fayencen und Steingutwaren werde verdrängen können, da die braune Glasur der grossen Terrinen, Platten und Tassen dem entgegenwirke.“

Von besonderer Bedeutung für unsere Kenntnisse des Produktionsspektrums ist die Tatsache, dass aufgrund der frühen Forschungen von Karl Frei (1926) im Schweizerischen Nationalmuseum Negative von drei Preislisten bzw. Musterbüchern der Fabrik erhalten geblieben sind, deren exakte Datierung sich jedoch in der Diskussion befindet. Eine illustrierte Preisliste für Kanalisations- und Abtrittröhren  bzw. Abtritttrichter und spezielle Dachziegel (Dachlichter, Guggerli)  aus der Zeit um 1860 befindet sich im Stadtarchiv Schaffhausen (Ziegler-Keramik 1993, 28).

Karl Frei schrieb 1926, S. 101–104:

„Aus den Zeiten von J. Ziegler-Pellis existiert ein „Preis Corrent von den Thonwaarenfabriken von J. Ziegler-Pellis bei Schaffhausen“, in welchem neben bildlichen Darstellungen, die „Mechanisch gepresste, steinhart gebrannte, circa 4 Fuss lange Teichel aus Thon zu Brunnenleitungen“, sowie „Hartgebrannte circa 2 Fuss lange Röhren für Heizungen, für Abtrittscanäle, nebst Einmündungen und Kaminhüten, Drainröhren von 1 Fuss Länge“, „Dachlichter“ und „Guggerli“ zeigen, die Preise der Artikel und „Erläuterungen und nähere Bestimmungen“ zu den „Teicheln“ neuen und alten Systems. Im Kopf des Prospekts liest man ausserdem, dass die Fabrik neben „Teichel zu Brunnenleitungen, Röhren zu Abtritten, Kaminen, glasierten Falzplatten, Dachlichtern, feuerfesten Steinen, Ornamenten“ auch „feines braunes Kochgeschirr, weisses, blaues, gelbes und gemaltes Fayance, Blumenlampen, Vasen, Briefbeschwerer, Büsten, Statueten etc.“ verfertigte.

 

Die Röhren der Zieglerschen Produktion tragen eingestempelte Marken (Bänteli/Bürgin 2017, Bd. 2, Abb. 499,  Foto Kantonsarchäologie Schaffhausen)

Endlich existiert noch ein französisch abgefasster Prospekt, der nach einem Bleistiftvermerk jedenfalls vor 1862 zu datieren ist und die Preisliste samt den Abbildungen der Fabrikate der linksrheinischen Geschirrfabrik enthält. Es gibt da, wir verdeutschen: Teller verschiedener Art (1-3), Bartbecken (4, Rasierschüsseln), Kindersaugfläschchen, Kasserolen und sog. Dreifüsse (14, 15), Kaffeekannen und -Maschinen (17, 18, 31, 77), Henkel-, Ohren- und Glockentassen (26, 29, 30), Bettflaschen (5), Wasserbecken (23, 24), Schreibzeuge (27, 93), Sulzformen (31-38), Brot- und Fruchtkörbchen (26, 41, 42), diverse Braten-, Marinier-, Ragout- und andere Platten (21, 62), Seifenschalen (87, 88), Milchkrüge „forme bernoise et zurichoise“ (49-51, 53), unglasierte, poröse Wasserflaschen (54, „Alcarasa“), Kinderkochherde (61), Bratplatten (62, „Poêlon à frire et à queue“), Salat- und Suppenschüsseln (65, 66, 67, 71, 72, 103), Salz- und Pfeffergeschirre (68-70), Zuckerbüchsen (76), Teekannen (52), Briefbeschwerer mit figürlichem Schmuck (79-83, liegender Löwe und Hund, liegendes Kind und Pferd, liegende Sphinx), Kindergeschirr und Blumengefässe (84, 85, 101, 102) usw. Die Gegenstände kommen entweder als braunes Kochgeschirr (Fayences brunes à cuire [Kommentar Andreas Heege: wohl manganglasiertes Geschirr?]) oder, zu erhöhten Preisen in weisser, blauer und gelber Fayence in den Handel, die Briefbeschwerer und Blumengefässe unglasiert. Ausser dem einfach blau, weiss, gelb oder braun glasierten Fayencegeschirr, mit welchem die Fabrik den Schaffhauser Landhafnern Konkurrenz machte, wird in den Prospekten noch von bemalten Fayencen gesprochen, ohne dass es uns aber möglich wäre, davon eine Probe im Bilde zu geben. Es soll sich meist um einfache Dekors mit einer farbigen Rose und ähnlichem gehandelt haben.

Nach dem „Preis-Corrent“ von 1862/65 verkaufte die Zieglersche Tonwarenfabrik folgende Sachen: „Für Bauten: Architektonische Verzierungen, als Capitäle, Gesimse, Gurte, Friese, Consolen, Füllungen, Rosetten, Baluster etc. — Für Kirchen: Taufsteine in gothischem und modernem Styl. — Zu Decoration von Gärten, Balcons, Portalen, Salons etc.: Vasen und Urnen in grosser Abwechslung der Formen und Verzierungen, Hängelampen, Blumenbecher, Blumentöpfe, Blumenkübel, Frucht- und Wandkörbe, Briefbeschwerer, Büsten, Gruppen, Statuetten, Medaillons etc. — Für Küchen und Vorrathskammern : Braun glasiertes Kochgeschirr in gefälligen Formen und billigen Preisen. Fayence in weiss, blau und gelber Glasur, glatt und bemalt, Beizehäfen, Oel- und Wasserkrüge, grosse Schüsseln und Töpfe mit Wasserschluss für Fleisch und Butter. — Für chemische Fabriken, Färbereien etc. : Farbschüsseln in allen Grössen, Possierschalen, Abdampf- und Reibschalen mit Pistill, Retorten mit Tubus und Deckel für Chlorbereitung, Zinnsalzschüsseln, Säuremass, Trichter bis 4 Zoll Diameter.“ Mit Abbildungen figurieren im Preisverzeichnis von 1862/65 die Teuchel zu Brunnenleitungen, Drainröhren, Röhren für Rauchleitungen, die Dachlichter, Eirstplatten, glasierten Falz- und unglasierten Geländerziegel, die geschliffenen und farbigen Bodenplatten, Gewölbesteine und Rabattenziegel und Teile zu sanitären Anlagen.

Ähnlich in dem 32 seitigen lithographierten „Preis – Corrent“ von 1869. Hier sieht man überdies Bilder der Vasen, Etageren, Wandkörbchen, Hängelampen, Briefbeschwerer, Taufsteine und architektonischen Verzierungen, welche man in der rechtsrheinischen Fabrik herstellte.“

1879 verfertigte die Fabrik nach Jaennicke 1879, S. 911:  „Geschirre, bleiglasiert von dunkelschokoladebrauner Farbe und schöne Terracotta-Statuetten und Gruppen …“

Die jüngere Firmengeschichte des späten 19. und des 20. Jahrhunderts ist bisher nicht detailliert aufgearbeitet worden. Einzig zu dem bedeutenden Keramiker Gustav Spörri (1902-1976), der von 1949 bis 1964 die kunstkeramische Abteilung leitete, existiert eine monographische Bearbeitung (Strübin 2013).

 

Preisliste um 1860

Musterbuch vor 1862 (Messerli-Bolliger 1991: später als 1863)

Musterbuch 1862/1865 (Messerli-Bolliger 1991: 1865 oder später)

Musterbuch 1869/1872

Fotos der Tonwarenfabrik

Marken der Fabrik

Bibliographie

Bänteli/Bürgin 2017
Kurt Bänteli/Katharina Bürgin, Schaffhausen im Mittelalter – Baugeschichte 1045-1550 und archäologisch-historischer Stadtkataster des baulichen Erbes 1045-1900 (Schaffhauser Archäologie 11), Schaffhausen 2017, besonders Bd. 2, Abb. 499.

Ducret 1953
Siegfried Ducret, 125 Jahre Tonwarenfabrik Ziegler A.G. Schaffhausen, in: Keramikfreunde der Schweiz, Mitteilungsblatt 24, 1953, 16-19.

Frei 1926
Karl Frei, Ein Portraitmedaillon des ersten schweizerischen Bundespräsidenten Jonas Furrer aus der Tonwarenfabrik J. Ziegler-Pellis in Schaffhausen: modelliert von Johann Jakob Oechslin, in: Jahresbericht des Schweizerischen Landesmuseums 35, 1926, 85-105.

Frei 1951
Karl Frei, Die Keramik an den schweizerischen Industrie- und Gewerbeausstellungen in Bern 1848 und 1857, Teil I, in: Freunde der Schweizer Keramik, Mitteilungsblatt 20, 1951, 4-7.

Frei 1952
Karl Frei, Die Keramik an den schweizerischen Industrie- und Gewerbeausstellungen in Bern 1848 und 1857, Teil II., in: Freunde der Schweizer Keramik, Mitteilungsblatt 21, 1952, 3-6.

Jaennicke 1879
Friedrich Jaennicke, Grundriss der Keramik in Bezug auf das Kunstgewerbe, Stuttgart 1879.

Messerli Bolliger 1991
Barbara E. Messerli Bolliger, Der dekorative Entwurf in der Schweizer Keramik im 19. Jahrhundert, zwei Beispiele: Das Töpfereigebiet Heimberg-Steffisburg-Thun und die Tonwarenfabrik Ziegler in Schaffhausen, in: Keramik-Freunde der Schweiz, Mitteilungsblatt 106, 1991, 5-100.

Messerli Bolliger 1993
Barbara E. Messerli Bolliger, Keramik in der Schweiz. Von den Anfängen bis heute, Zürich 1993, 145-149.

Strübin 2013
Markus Strübin, Begegnungen mit Gustav Spörri 1902-76. Hommage an einen beinahe in Vergessenheit geratenen Schweizer Keramik-Künstler, Allschwil 2013.

Ziegler-Keramik 1993
Museum zu Allerheiligen (Hrsg.), Ziegler-Keramik. Ziegler’sche Thonwarenfabrik AG Schaffhausen (1828-1973), Schaffhausen 1993.

Ziegler-Ziegler 1888
Eduard Ziegler-Ziegler, Jakob Ziegler-Pellis von Winterthur. Eine Skizze seines Lebens für die Familie bestimmt. Mit dem Bildnisse Jakob Zieglers und einer Stammtafel, Winterthur 1888.