Wir können uns von der von Karl Loder-Eyer produzierten Keramik aufgrund von neun nummerierten und drei nicht nummerierten Fototafeln einen Eindruck verschaffen. Diese befinden sich im Archiv der Kunstkeramik Luzern, wohin sie zu einem unbekannten Zeitpunkt durch Emil Loder gekommen sein dürften (heute im Staatsarchiv Luzern). Die Fotos sind vermutlich nicht alle zum selben Zeitpunkt nach 1900 entstanden. Jedoch trägt die Formnummer 134 erkennbar die Datierung 1914 und einzelne Keramiken (Form 126, 151, 201 und 213) entsprechen den ausgestellten Stücken von der Landesausstellung in Bern. Klassische Thuner Majolika und „Chrutmuster“ stehen neben Dekoren, die an Nora Gross erinnern, hellblau glasierte Reiseandenken mit schweizerischen Landschaftsszenen und klassischen Ansichten von Tourismus-„Hot-Spots“ (Thun, Schloss Chillon, Genfer See) sowie Wintersportlern, kontrastieren mit Entwürfen von Paul Wyss, Keramik im Stil „Alt-Langnau“ und Jugendstilmotiven, wie sie Karl Loder schon um 1907/1908 produzierte. Von der hellblauen Geschirrserie verwahrt die Stiftung Schloss Thun ein inschriftlich 1914 datiertes und mit S.L.A.B. (Schweizerische Landes-Ausstellung Bern) beschriftetes Exemplar. Die Serie ist aber wohl älteren Datums, da die Form 35 bereits 1908 zum ersten Mal in einem Foto publiziert wurde.











Das vorstehende unbeschriftete Foto kann Karl Loder-Eyer nur unsicher zugeordnet werden.