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Adligenswil, Tintenfassmuseum (TFMA)

E. J. Durrer
Tintenfassmuseum Adligenswil
Winkelbühl 3
CH-6045 Adligenswil
Tel.: +41 (0)41 371 01 00
erhard.durrer@bluewin.ch

Keramik des Tintenfassmuseums in CERAMICA CH

Andreas Heege, 2019

Das Tintenfass Museum in Adligenswil umfasst eine umfangreiche Sammlung von Handschriften, Schreibzeugen & Tintengefässen. Das Museum ist einzigartig in Europa und dokumentiert mit über 2000 Exponaten die Geschichte des Schreibens von der Antike über das Mittelalter bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts. Aus dem grossen Sammlungsbestand konnten bislang nur Tintengeschirre im  Rahmen der Projekte Bäriswil und Langnau in die Bilddatenbank CERAMICA CH integriert werden.

Balsthal, Heimatmuseum Schloss Alt-Falkenstein (AF)

Museum Alt-Falkenstein
Postfach 739
CH-4710 Klus / Balsthal
Tel. +41 (0)62 391 54 32
info@museum-alt-falkenstein.ch

Roland Blaettler 2019

1919 gründete eine Handvoll lokalgeschichtlich interessierter Männer unter der Leitung von Anton Nünlist (1885–1937), Kontrolleur bei der Oensingen-Balsthal-Bahn und bekannter Sammler von Versteinerungen, und dem Lehrer Werner Heutschi die «Museumsgesellschaft Thal und Gäu» mit dem Ziel, ein Heimatmuseum zu errichten. Auf Antrieb der beiden Initianten begann man bei den Einwohnern des Dünnerntals alle Art Antiquitäten zu sammeln. 1922 stellte die Gemeinde Balsthal einen Kredit für die Schaffung des Museums zur Verfügung, und nach Prüfung verschiedener Örtlichkeiten stellte man die Sammlungen mit den Mineralien von Nünlist, einem schon recht ansehnlichen Bestand an Waffen und Alltagsgegenständen aus der Region schliesslich im alten Amtshaus Balsthal aus. 1926 wurde das Museum von einer schweren Überschwemmung heimgesucht. Nünlist und seine Gefährten gelangten daher an den Kanton, ob es nicht möglich wäre, das Museum auf die Burg Alt-Falkenstein zu verlegen.

Die Anfrage kam im denkbar besten Moment. Denn 1922 war auf Alt-Falkenstein infolge schlechter Wartung der Turm eingestürzt, und die Besitzer wünschten, die Burg dem Kanton zu schenken, was 1923 akzeptiert wurde. Der Kanton und der Historische Verein stellten die Mittel für die Restaurierung der Burg zur Verfügung, und man war froh, für den Bau nun auch eine sinnvolle Verwendung zu finden. Im August 1929 war es so weit, dass die ersten Säle eröffnet werden konnten (Blaser 1988 und 1989; Rütti-Saner 1997). Die Einrichtung der Ausstellung ist seit 1929 sozusagen gleich geblieben und präsentiert sich vor allem als regionales Wohnmuseum. Bemerkenswert sind sonst aber die Waffensammlung, die alten Kämme von Mümliswil, die Sammlungen der Mineralien und der Keramik von Matzendorf.

Das alte Inventar des Museums ist anscheinend sehr lückenhaft, obwohl Nünlist seine Neuerwerbungen sorgfältig notierte. Wir haben das einzige vorhandene, von ihm verfasste Heft konsultieren können, mit den Erwerbungen der Jahre 1931 bis 1936. Von wenigen Ausnahmen abgesehen kennen wir weder Herkunft noch Datum der Sammlungszugänge. Ein grosser Teil muss von Nünlist selbst in der Gegend mit einem eigenen Talent zusammengetragen worden sein, Besitzer von Objekten von der Wichtigkeit zu überzeugen, diese dem Museum zu schenken. Nünlist scheint auch regelmässig Antiquare in Bern besucht zu haben, von wo er wohl viele der Zürcher Fayencen mitbrachte, die es in der Sammlung gibt (Blaser 1989, 56).

Die Keramiksammlung Alt-Falkenstein zählt 230 Stücke, darunter siebzig von Matzendorf und hundert von Kilchberg und Umgebung. Dieser Bestand ist erstaunlich gross für eine im Verhältnis zu den städtischen Museen doch bescheidene Institution. Nach Kuno Blaser gehörte die Keramik zu den Hauptinteressen von Anton Nünlist. In der Sammlung gibt es nur ein Stück aus Matzendorfer Steingut, das freilich von schöner Qualität ist, nämlich die Bartschale für Niklaus Studer von 1812 (AF 2-001-00). An Fayencen besitzt das Museum zwanzig Objekte aus dem Zeitraum von 1820 bis 1850 und vierzig spätere Exemplare von der «Blauen Familie». In der ersten Gruppe verdient besonders die einzige Suppenschüssel mit Blumendekor von der Art der Bartschalen «Studer 1844», «Bieli» und «Schärmeli 1844» erwähnt zu werden (AF 2-002-00). Was die Stücke der «Blauen Familie» angeht, ist die Bartschale für Urs Jakob Bobst bemerkenswert (AF Nr. 87), den Pfarrer von Matzendorf, einer in der Gegend seinerzeit bekannten Persönlichkeit (Vogt 2003, 474–475). Es gibt hier auch einige Beispiele an weisser, unbemalter Fayence, wie man sie sonst in den Museen nur sehr selten antrifft, weil sie als bescheidenes Gebrauchsgeschirr nicht aufbewahrt wurden (AF 2-041-00; AF 22-047-00; AF 22-045-00; AF 22-046-00). Sie sind kostbare Zeugen für einen wichtigen Teil der geläufigen Produktion einer Manufaktur wie jener von Matzendorf.

In der grossen Gruppe der Zürcher Fayencen gibt es ein fast vollständiges Service von um 1830 (AF Nr. 11; AF Nr. 12; AF Nr. 13; AF Nr. 14; AF Nr. 17) und mehrere Suppenschüsseln, darunter ein 1838 datiertes Exemplar von seltener Form, vielleicht aus der Fabrik von Fehr in Rüschlikon (AF, Nr. 74). Die Solothurner Sammlungen sind reich an Zürcher Fayencen mit interessanten Stücken zum Studium der komplexen Fragen, die sich auf diesem Gebiet stellen. Um nur ein Beispiel zu nennen, kann man auf Alt-Falkenstein durch das Vergleichen von Suppenschüsseln mit dem gleichen Dekor zeigen, worin sich die beiden wichtigsten Kilchberger Manufakturen von Nägeli (AF 2-010-00; AF 2-043-00) und Scheller (AF 2-042-00) unterscheiden.

Abgesehen von den Beständen mit Bezug zur Streitfrage von Matzendorf/Kilchberg, enthält die Sammlung Keramiken verschiedenster Herkunft, die bei der Bevölkerung in der Region in Gebrauch waren, wie glasierte Irdenware wohl auch von Matzendorf/Aedermannsdorf, Keramik «Heimberger Art» aus der Region Heimberg-Steffisburg im Kanton Bern sowie aus Süddeutschland importiertes Steingut der Fabriken Schramberg und Hornberg.

Bibliographie

Blaettler/Schnyder 2014
Roland Blaettler/Rudolf Schnyder, CERAMICA CH II: Solothurn (Nationales Inventar der Keramik in den öffentlichen Sammlungen der Schweiz, 1500-1950), Sulgen 2014, 34–35.

Blaser 1988
Kuno Blaser, Kondiktör Nünlist. Zum 50. Todestag eines verdienten Solothurner Originals. Solothurner Jahrbuch ’88, 52–60.

Blaser 1989
Kuno Blaser, Eigenartiger Reiz eines Lokalmuseums. Das Lebenswerk von „Kondiktör Anton Nünlist“. Solothurner Jahrbuch ’89, 50–57.

Rütti-Saner 1997
Fränzi Rütti-Saner, Das Balsthaler Heimatmuseum. Jurablätter. Monatszeitschrift für Heimat- und Volkskunde 1997, 33–35.

Vogt 2003
Albert Vogt, Aedermannsdorf. Bevölkerung, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur im 19. Jahrhundert. Zürich 2003.

Basel, Museum der Kulturen (MKB)

Museum der Kulturen, Basel
Münsterplatz 20
CH-4051 Basel
Tel.: +41 (0)61 266 56 00
info@mkb.ch

Keramik aus dem Museum der Kulturen in der Bilddatenbank CERAMICA CH

Andreas Heege, 2019

Das Museum der Kulturen in Basel verfügt über eine der grossen und bedeutenden Keramiksammlungen der Schweiz, da die Grundlagen mit der «Volkskundlichen Abteilung» der «Ethnographischen Sammlung der Universität Basel» bereits sehr früh, d. h. ab dem Jahr 1904 gelegt wurden (zur Sammlungsgeschichte: Posillipo/Wunderlin 2015, 12-17).

Eifrigster Sammler und früher Publizist (Hoffmann-Krayer 1910; Hoffmann-Krayer 1914) war der erste Kurator Eduard Hoffmann-Krayer (1864-1936). Einzelne Keramiken der Sammlung fanden auch Eingang in die volkskundliche Literatur zur Keramik der Schweiz (Sooder 1914; Baud-Bovy 1924; Baud-Bovy 1926; Wildhaber 1955; Wyss 1969; Creux 1970; Bouvier 1991), doch blieben grundlegendere Untersuchungen aus.

Die Sammlung ist bislang nicht umfassend dokumentiert und ausgewertet worden und enthält zahlreiche ungewöhnliche und singuläre Stücke. Im Rahmen dreier Projekte – Bäriswil, Langnau und St. Antönien – konnte die Sammlung durchgesehen werden. Die relevanten Keramiken dieser Herkunftsorte wurden dokumentiert und in die Bilddatenbank CERAMICA CH integriert. Geplant ist in absehbarer Zeit eine Erweiterung der Erfassung auf den ganzen Bereich der schweizerischen Keramik.

Bibliographie:

Baud-Bovy 1924
Daniel Baud-Bovy, L’art rustique en Suisse, London 1924.

Baud-Bovy 1924
Daniel Baud-Bovy, Peasant Art in Switzerland, London 1924.

Baud-Bovy 1926
Daniel Baud-Bovy, Bauernkunst in der Schweiz, Zürich/Leipzig/Berlin 1926.

Bouvier 1991
Nicolas Bouvier, Volkskunst (Ars Helvetica. Die visuelle Kultur der Schweiz 9), Disentis 1991.

Creux 1970
René Creux, Volkskunst in der Schweiz, Paudex 1970.

Hoffmann-Krayer 1910
Eduard Hoffmann-Krayer, Sprüche und Inschriften auf Bauerngeschirr in der Sammlung für Volkskunde in Basel, in: Schweizerisches Archiv für Volkskunde 14, 1910, 161-170.

Hoffmann-Krayer 1914
Eduard Hoffmann-Krayer, Heimberger Keramik, in: Schweizerisches Archiv für Volkskunde 18, 1914, 94-100.

Posillipo/Wunderlin (Red.) 2015
Tamara Posillipo/Dominik Wunderlin (Red.), Tessel, Topf und Tracht. Europa gesammelt und ausgestellt, Basel 2015.

Sooder 1914
Melchior Sooder, Sprüche auf Berner Bauerngeschirr, in: Schweizerisches Archiv für Volkskunde 18, 1914, 188-190.

Wildhaber 1955
Robert Wildhaber, Bauerntöpferei im Schweizerischen Museum für Volkskunde Basel (Wechselausstellung im Schweizerischen Museum für Volkskunde), in: Schweizer Volkskunde 45, 1955, 81-89.

Wyss 1969
Robert L. Wyss, Bernische Bauerntöpferei, in: Robert Wildhaber, Schweizerische Volkskunst. Texte zur Ausstellung der „Pro Helvetia“ und des „Deutschen Kunstrates“ 1967, Zürich 1969, 47-52.

 

 

Bergün, Ortsmuseum und Bibliothek (MB)

Veja Alvra 49
CH-7482 Bergün
Tel: +41 (0) 81 407 12 77
www.museum-berguen.com
info@ortsmuseum-berguen.ch

Keramik des Ortsmuseums Bergün in CERAMICA CH

Andreas Heege, 2021

Das Ortsmuseum ist in einen 400 Jahre alten Haus untergebracht. Das um 1600 entstandene Gebäude widerspiegelt die im oberen Albulatal verbreitete Engadiner Bautradition und zeigt exemplarisch, wie in den letzten drei Jahrhunderten eine Familie in Bergün lebte.  Das Ortsmuseum in Bergün versteht sich vor diesem heimatkundlichen Hintergrund als Begegnungsstätte für das kulturelle Leben der Gegenwart . Das Museum wird heute von einer 1981 begründeten Stiftung getragen.  Das heutige Museum wurde am 20. und 21. September 1991 offiziell eröffnet.

Die kleine Keramiksammlung umfasst 62 Datensätze Keramik aus der Zeit zwischen 1850 und 1950. Es handelt sich um Steingut, Porzellan und Irdenwaren, während Fayencen fehlen und Steinzeug kaum vorhanden ist. Bedauerlicherweise gibt es für die wenigsten Objekte Inventareinträge, die Informationen zur genauen Herkunft der Objekte liefern würden. Wir können aufgrund der Sammlungs- und Entstehungsgeschichte des Museums nur davon ausgehen, dass die meisten Objekte aus dem näheren Umfeld von Bergün stammen.

Bei den Irdenwaren finden sich die in Graubünden üblichen Herkunftsgebiete. Der Anteil lokaler, d.h. bündnerischer Produktion ist marginal, dagegen dominieren die Importe. Hier wären u.a. die typischen bleiglasierten Irdenwaren aus dem süddeutschen Raum zu nennen, die ansonsten auch zahlreich aus Liechtenstein und anderen Bündner Tälern bekannt sind.

Aus dem ehemaligen Deutschen Reich (heute Polen) stammen wohl auch einige wenige Töpfe Braungeschirr mit Lehmglasur des späten 19./frühen 20. Jahrhunderts. Bislang gibt es keine Hinweise, dass diese Art Keramik auch in der Schweiz produziert worden wäre.

Aus schweizerischer Produktion, genauer aus der Region Berneck SG, stammen dagegen verschiedene der charakteristischen, malhornverzierten Rösti-Platten und Schüsseln „Heimberger Art“. Eine ist sogar inschriftlich 1870 datiert.

Manganglasiertes Geschirr, eine typische Keramikvariante der zweite Hälfte des 19. und des frühen 20. Jahrhunderts, ist mit verschiedenen Gefässformen ebenfalls vertreten. Leider ist keines dieser Stücke gemarkt, der genaue Produktionsort in der Schweiz bleibt daher unklar (Kilchberg-Schooren, Aedermannsdorf, Schaffhausen, Nyon?).

Aus dem zweiten Drittel des 20. Jahrhunderts stammen zwei Schüsseln, die in den Kontext der häuslichen oder kleinbäuerlichen Milchverarbeitung gehören. Es handelt sich um „Entrahmer“ auf deren spezielle Funktionsweise die Landert-Keramik in Embrach ZH das schweizerische Patent „218880“ besass. Es gibt diese Schüsseln in unterschiedlichen Grössen und Volumina.

Die älteste Keramik der Sammlung ist eine Gebäck- oder Quittenpastenmodel in Krebsform, das wohl noch aus dem 18. Jahrhundert stammt. Leider ist für derartige Model der Herstellungsort unbekannt.

Unter den Irdenwaren befindet sich, wie in den Museen in Ilanz bzw. Poschiavo, auch ein „Fremdling“, vermutlich aus Italien aus der Region Albisola. Wie der Topf (pentola rotonda) ins Museum gelangte (Tourismus-Mitbringsel? Keramik italienischer Gastarbeiter?), ist leider nicht überliefert. Link auf die Produktion von Emanuele Barile in Albisola, um 1900.

Beim Porzellan gibt es als nennenswerte Stücke nur die Reste eines Service im Stil des Neorokoko (ca. 1880-1900). Es wurde möglicherweise im Deutschen Kaiserreich in Schlesien produziert, genauso wie eine Schüssel mit zugehörigen Dessertschälchen.

Hervorzuheben ist unter den wenigen sonstigen Porzellanen ein Teller des Jahres 1927 aus Langenthaler Produktion, dessen Dekor durch das Haushaltswarengeschäft „Lüthi Eichholzer & Cie, Samaden & St. Moritz“ aufgebracht wurde.

Steingut ist mit einem grossen und in Bezug auf die Hersteller sehr variantenreichen Spektrum vertreten. An Gefässformen dominieren die charakteristischen Waschgeschirre des späten 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Vertreten sind sowohl deutsche als auch schweizerische Hersteller (Ziegler’sche Tonwarenfabrik Schaffhausen).

Verschiedene weitere Hersteller sind nur mit unverziertem, weissem Geschirr vertreten, wobei der gemarkte Suppenteller aus Kilchberg-Schooren (Manufaktur Scheller) besonders auffällt, da die Manufaktur eher zurückhaltend markte. Es dominieren Keramiken aus dem deutschen Zell am Harmersbach und Schramberg sowie Mettlach und Wallerfangen. Alle anderen Hersteller (u.a. aus Nyon) sind jeweils nur mit einem Stück vertreten.

 

Steinzeug kommt nur mit einem einzigen Exemplar des „Klassikers“ vor, einem Doppelhenkeltopf, der normalerweise als Vorratsgeschirr für Schmalz oder Sauerkraut Verwendung fand.

Dank

Die CERAMICA-Stiftung dankt Corina Puorger und dem Stiftungsratspräsidenten Reto Barblan für die freundliche und hilfsbereite Unterstützung der Inventarisationsarbeiten.

Bibliographie:

Museumsführer: Museum Bravuogn = Museum Bergün, Graubünden. Bergün 1983

 

Bern und Biel, Schule für Gestaltung (SfGB)

Schule für Gestaltung Bern und Biel
Schänzlihalde 31
CH-3013 Bern
Tel.: +41 (0)31 337 0 337
office.bern@sfgb-b.ch

Keramik der SfGB in CERAMICA CH

Andreas Heege 2019

Die Keramiksammlung der Schule für Gestaltung Bern-Biel wurde bis heute nicht umfassend bearbeitet. Nur die Sammlungsteile Langnau (Heege/Kistler 2017) und Bäriswil (Heege/Kistler/Thut 2011) fanden  bislang eine wissenschaftliche Berücksichtigung. Die Sammlung umfasst mit ca. 500 Objekten jedoch ein wesentlich weiteres und auch bis in die jüngste Vergangenheit der Keramikfachklasse zurückgehendes Spektrum.

Die Geschichte der Sammlung geht auf die 1869 gegründete Kantonale Muster- und Modellsammlung (ab 1890 Kantonales Gewerbemuseum Bern im Kornhaus Bern, nach 1967 erneute Übergabe an die Stadt Bern, heute Bernische Stiftung für angewandte Kunst und Gestaltung, 2019: Kantonale Sammlung Angewandte Kunst) zurück (vgl. zur Geschichte dieser Institutionen und der mit ihr später verbundenen Keramikerausbildung  bzw. Keramikfachklasse Haller 1930; Tschabold 1945; Geiger 1952; Fischli/Rotzler 1960; Tschabold 1969). Zwischen 1900 und 1918 wirkte im Gewerbemusem auch der Kunstgewerbelehrer Paul Wyss als Zeichner. 1910 wurden die Bernische Gewerbeschule und das Gewerbemuseum miteinander vereinigt.

Die ältesten Ankäufe gehen auf das Jahr 1892 zurück. Die damals angekauften Objekte sind als «Sammlung bzw. Auktion Bühler, Willisau» inventarisiert. Ob die angekauften Objekte je im Rahmen einer Dauer- oder Sonderausstellung gezeigt wurden oder ausschliesslich als Studienobjekte der Keramikfachklasse fungierten, ist unklar. Das Gewerbemuseum zeigte lediglich 1945 eine Ausstellung zu bernischer Keramik des 18. und 19. Jahrhunderts aus bernischem Privatbesitz (Tschabold 1969, 35). Teile der Sammlung waren dann auch 1948 auf der grossen Keramikausstellung in Schloss Jegenstorf ausgestellt (Jegenstorf  1948). 1976 wurde, nach dem Übergang der Keramikfachklasse vom Kanton an die Stadt Bern, der grösste Teil der Keramiksammlung vom Gewerbemuseum an die spätere Schule für Gestaltung übergeben und dann vom Keramikfachschullehrer Ernst Fehr erstmalig grundlegender inventarisiert (Fehr 2003). Die übrigen Sammlungsteile, unter denen sich auch weitere Keramik befindet, betreut heute die Berner Design-Stiftung.

Seit 1987 bzw. 1990 wird eine kleine Auswahl der Sammlung im Töpferhaus im Schweizerischen Freilichtmuseum Ballenberg gezeigt. 1995 war ein Sammlungsteil in Schloss Münsingen anlässlich der Sonderausstellung „Heimberger Keramik“ zu sehen. 1999 war ein kleiner Sammlungsteil auf der 4. Schweizerischen Keramikausstellung in Solothurn ausgestellt (Organisation: Arbeitsgemeinschaft Schweizer Keramiker – ASK).

Die Geschichte der  Keramischen Fachschule  lässt sich mit folgenden Eckdaten beschreiben:

1905 Gründung als eine Fachklasse der Handwerker- und Kunstgewerbeschule Bern in der Felsenburg, dafür Einbau eines Brennofens durch Hafnermeister Schmid.
1907 Anstellung von Jakob Herrmanns als Schulleiter
1910 Übernahme der Fachklasse durch das Bernische Gewerbemuseum, zusammen mit der Kunstgewerbeklasse „Praktikum“ des Lehrers Ferdinand Huttenlocher. Die Räumlichkeiten in der Felsenburg werden übernommen.
1916 Ausbau zur Fachschule, Anstellung von des Keramikers Ernst Tschanz aus Heimberg als Werkmeister
1921 Verstaatlichung, Übernahme durch den Kanton Bern als Gewerbliche Bildungsanstalt der Direktion des Innern.
1939 Schliessung der Fachschule im Oktober diesen Jahres, nach dem Tod des Fachlehrers Jakob Hermanns und aufgrund fehlender Finanzen für die technische Modernisierung der Schule.
1941, Mai Wiedereröffnung unter Fachlehrer Benno Geiger und Werkmeister Werner Burri.
1942 Umzug der Keramischen Fachschule von der Felsenburg in grössere Räumlichkeiten an der Spitalackerstrasse 63 in Bern.
1976 Übergang der Keramikfachklasse vom Kanton an die Stadt Bern.

Bibliographie

Jegenstorf 1948
Ausstellung Schweizer Keramik des 18. und 19. Jahrhunderts im Schloss Jegenstorf/Bern, Mai-August 1948, Basel 1948.

Fehr 2003
Ernst Fehr, Mein Leben als Töpfer und Fachlehrer für Keramik, Toffen 2003.

Fischli/Rotzler 1960
Hans Fischli/Willy Rotzler, Die Keramische Fachschule Bern und ihre Schüler. Kleine keramische technologie, Schülerarbeiten, Arbeiten ehemaliger Schüler: Ausstellung 24. November bis 21. Dezember 1960, Kunstgewerbemuseum Zürich, Zürich 1960.

Geiger 1952
Benno Geiger, Keramische Fachschule Bern 1941 -1951, Bern 1952.

Haller 1930
Hans Haller, 25 Jahre keramische Fachschule Bern, Bern 1930.

Heege/Kistler 2017
Andreas Heege/Andreas Kistler, Keramik aus Langnau. Zur Geschichte der bedeutendsten Landhafnerei im Kanton Bern (Schriften des Bernischen Historischen Museums 13), Bern 2017.

Heege/Kistler/Thut 2011
Andreas Heege/Andreas Kistler/Walter Thut, Keramik aus Bäriswil. Zur Geschichte einer bedeutenden Landhafnerei im Kanton Bern (Schriften des Bernischen Historischen Museums 10), Bern 2011.

Tschabold 1945
Alfred Tschabold, Geschichte des Gewerbemuseums 1869-1944, in: Kantonales Gewerbemuseum Bern, 75 Jahre Kantonales Gewerbemuseum Bern 1869-1944, Bern 1945, 9-51.

Tschabold 1969
Alfred Tschabold, 100 Jahre Gewerbemuseum in Bern. Zeittafel zu seiner Geschichte 1869 bis 1969, Bern 1969.

Bern, Historisches Museum (BHM)

Bernisches Historisches Museum
Helvetiaplatz 5
CH-3005 Bern
Tel.: +41 (0)31 350 77 11
info@bhm.ch

Keramiksammlung des BHM in CERAMICA CH

Andreas Heege, 2019

Das 1894 gegründete Museum besitzt eine der grössten Keramiksammlungen der Schweiz. Die Schwerpunkte liegen im Bereich der bernischen Irdenwaren, die schon in der Gründungszeit des Museums intensiv und im Wettstreit mit dem Schweizerischen Nationalmuseum in Zürich und anderen Regionalmuseen gesammelt wurden. Hervorzuheben sind die Keramiken der Produktionszentren Albligen, Bäriswil  (vollständig bearbeitet), Blankenburg (Abraham Marti), Heimberg-Steffisburg (inklusive Thuner Majolika) und Langnau (vollständig bearbeitet). Ausserdem befinden sich in der Museumssammlung grössere Bestände an deutschem Steinzeug, Porzellan aus Meissen, Zürich und Nyon sowie ein kleines Spektrum an bernischen und zürcherischen Fayencen (Manufakturen Willading und Frisching; Kilchberg-Schooren). Der Bereich des Steinguts oder asiatischen Porzellans ist unterdurchschnittlich vertreten, obwohl diese Keramikarten von den bernischen Patriziern im 18. und 19. Jahrhundert ebenfalls intensiv genutzt wurden, wie wir aufgrund von archäologischen Funden aus Bern wissen.

Die Keramiksammlungen des BHM sind bislang nur themenzentriert bearbeitet worden, eine Gesamterfassung ist zusammen mit dem Kanton Bern geplant.

Bibliographie:

Zur Sammlungsgeschichte:

Karl Zimmermann, Chronikalische Notizen zur Museumsgeschichte, 100 Jahre Bernisches Historisches Museum 1894-1994, in: Berner Zeitschrift für Geschichte und Heimatkunde, 1994, 371-466.

Zu den Sammlungsbeständen:

Andreina d’Agliano/Elke Jezler-Hübner/Vera Heuberger, Edles Gedeck. Frühes Meissener Porzellan aus der Sammlung Kocher (Glanzlichter aus dem Bernischen Historischen Museum 12 ), Zürich 2003.

Adriano Boschetti-Maradi, Geschirr für Stadt und Land. Berner Töpferei seit dem 16. Jahrhundert (Glanzlichter aus dem Bernischen Historischen Museum 19), Bern 2007.

Andreas Heege/Andreas Kistler/Walter Thut, Keramik aus Bäriswil. Zur Geschichte einer bedeutenden Landhafnerei im Kanton Bern (Schriften des Bernischen Historischen Museums 10), Bern 2011.

Andreas Heege/Andreas Kistler, Keramik aus Langnau. Zur Geschichte der bedeutendsten Landhafnerei im Kanton Bern (Schriften des Bernischen Historischen Museums 13), Bern 2017.

Berneck, Ortsmuseum (OMB)

Standort:
Weierbüntstrasse 2
9442 Berneck

Kontakt:
Ortsmuseum Berneck / Haus zum Torkel
Gemeindeverwaltung
9442 Berneck
071 747 44 77 Telefon (Gemeindeverwaltung)
kanzlei@berneck.ch

Andreas Heege, 2020

Im stattlichen Haus zum Torkel im Oberdorf ist eine vielseitige ortsgeschichtliche Sammlung mit Bezug zum schmucken Dorf Berneck, der grössten Weinbaugemeinde des Kantons St. Gallen, untergebracht. Gegenstände aus dem Reb- und Obstbau, der Landwirtschaft, der Küferei, der Töpferei und aus Grossmutter’s Zeiten legen Zeugnis von der geschichtlichen Vergangenheit ab. Zur Sammlung gehört auch eine funktionsfähige Seilerei, welche sogar auswärts vorgeführt werden kann. Im nebenstehenden Torkelgebäude, das für Empfänge, Hochzeiten und Apéros benutzt wird, dominiert ein prächtiger Torkelbaum aus dem Jahr 1682.

Die Keramiksammlung des Ortsmuseums beinhaltet als wichtigste Museumsobjekte vor allem Produkte der lokalen Töpfereien, die zwischen dem späten 18. und dem 20. Jahrhundert besonders aktiv waren. Die Sammlung wurde bislang nicht erfasst sondern nur für die Stichwörter „Berneck“  und Keramik „Heimberger Art“ durchgesehen und von der Keramik der Hafner Lötscher aus St. Antönien im Kanton Graubünden differenziert.

Keramik aus der Region Berneck ist in Graubünden und den angrenzenden Kantonen und dem österreichischen Bundesland Vorarlberg weit verbreitet und lässt sich typologisch sehr oft kaum von der Keramik aus der Region Heimberg-Steffisburg im Kanton Bern abgrenzen.

Bibliographie:

Boesch 1968
Jakob Boesch, Die Geschichte des Hofes Bernang und der Gemeinde Berneck, Berneck 1968.

Broder 1955
Leo Broder, Bernecker Töpferei, in: Rheintaler Almanach, 1955, 41-54.

Broder 1975
Leo Broder, Bernecker Töpferei. Ein geschichtlicher Rückblick, in: Unser Rheintal, 1975, 1-8.

Gschwend 1948 (1931)
Robert Gschwend, Einiges über die Töpferei, in: Unser Rheintal (Wiederabdruck aus Rheintaler Schreibmappe 1931) 5, 1948 (1931), 81-82.

Heege 2016
Andreas Heege, Die Ausgrabungen auf dem Kirchhügel von Bendern, Gemeinde Gamprin, Fürstentum Liechtenstein. Bd. 2: Geschirrkeramik 12. bis 20. Jahrhundert, Vaduz 2016.

Kern 1879
Franz Xaver Kern, Geschichte der Gemeinde Bernang im St. Gallischen Rheinthale, Bern 1879.

Wellinger-Moser 2007
Margrit Wellinger-Moser, Von Ofenkacheln und Verenakrügen: Berneck war einst eine Hochburg für das Töpfergewerbe, in: Unser Rheintal, 2007, 249-258.

Beromünster, Haus zum Dolder (BHzD)

Haus zum Dolder
Sammlung Dr. Edmund Müller
Fläcke 17
CH-6215 Beromünster
Tel.: +41 (0)41 930 16 26

Keramik aus dem Haus zum Dolder in CERAMICA CH

Andreas Heege 2019

Das Haus zum Dolder, mitten im Flecken Beromünster auf der Luzerner Landschaft, birgt in seinen Räumen eine grosse und vielseitige Privatsammlung. Es war während mehr als 100 Jahren ein Arzthaus. Drei Generationen von Landärzten – Dr. Josef Dolder, Dr. Edmund Müller-Dolder mit seiner Frau Hedwig und ihr Sohn Dr. Edmund Müller jun. – haben in dieser Zeit eine breitgefächerte Sammlung aufgebaut. Diese hat folgende Schwerpunkte: Barockes Kunsthandwerk aus der Region Beromünster, religiöse Volkskunst, Medizingeschichte. Zu den jeweiligen Sammlungsschwerpunkten gehört auch Keramik, d. h. Fayence, Porzellan, Steingut, Steinzeug und Irdenwaren. Jährliche Sonderausstellungen im Dolderkeller zeigen jeweils ein Teilgebiet der Sammlung.

Die Keramiksammlung wurde bislang im Rahmen des Projektes CERAMICA CH noch nicht vollständig dokumentiert, jedoch wurden einzelne bernische Irdenwaren und verschiedene sonstige Keramiken wissenschaftlich bearbeitet. Zu den Schwerpunkten der Sammlung gehören bedeutende Fayencen aus der Produktion von Andreas Dolder (1743–1823) in Beromünster bzw. Luzern sowie Produkte der Zürcher Porzellanmanufaktur in Kilchberg-Schooren. Daneben gibt es ausländisches Porzellan und Fayencen aus Meissen, Wallendorf, Savona sowie schweizerische Keramik aus Nyon in der Westschweiz, Matzendorf und Lenzburg im Schweizer Mittelland sowie Winterthur in der Ostschweiz. Der Anteil bernischer Irdenwaren an der Sammlung ist klein und besteht aus Stücken, die Langnau bzw. der Region-Heimberg-Steffisburg zugeordnet werden können.

Bibliographie

Sarah Stocker Steinke/Franz Bösch, Service! Fayencen, Porzellan und Zinn in der Sammlung Dr. Edmund Müller (Kostbarkeiten aus dem Dolderhaus in Beromünster 6), 2004.

Buchen, Brauchtumsmuseum Schulhaus (MSB)

7223 Buchen
Telefon +41 (0)81 328 22 28
http://www.schulhaus-buchen.ch
Besuch auf Anfrage (Jochanan Hesse)

Andreas Heege, 2021

Keramik des Brauchtumsmuseums Buchen in CERAMICA CH

Das Schulhaus der Fraktion Buchen-Lunden wurde durch einheimische Handwerker erbaut und am 23. Oktober 1949 feierlich eingeweiht. 1976 wurde der Schulbetrieb eingestellt. Die Gemeinde Luzein hat das Schulhaus  an den im Mai 1999 gegründeten „ Verein Schulhaus Buchen“ abgetreten, der im Haus auch ein kleines Brauchtumsmuseum installiert hat.  Alle Gegenstände sind aus der Region und wurden vom früheren Sammlungsbetreuer Hans Mathis gesammelt.

Die kleine Sammlung umfasst 19 Datensätze Keramik. Diese stammt überwiegend aus dem Besitz der alten Buchener Familien Wolf und Kasper. Das Spektrum deckt sich gut mit dem der übrigen Museen im Prättigau bzw. des Rätischen Museums in Chur. Allerdings fehlt Keramik aus St. Antönien (abgesehen von nicht dokumentierten keramischen Wasserleitungsrohren), die man in Buchen eigentlich erwarten könnte. Vermutlich sind die Buchener Lötscher-Keramiken jedoch mit der Sammlung des Bergführers und Jagdaufsehers Andreas Hartmann (1882-1961) bereits in früherer Zeit ins Rätische Museum gelangt (Heege 2019, 62).

Es dominieren, wie üblich, die Irdenwaren, in diesem Fall meist aus dem Herstellungsort Berneck im St. Galler Rheintal. Stilistisch erinnert die Keramik an bernische Keramik aus der Region Heimberg/Steffisburg, weshalb man diese Keramik auch als „Heimberger Art“ bezeichnet. Die üblichen Gefässformen sind Milchtöpfe, flache Röstiplatten und tiefe Schüsseln.

Auch aus dem süddeutschen Raum erreichten im späten 19.  und frühen 20. Jahrhundert Keramiken die Region Buchen. Es handelt sich dabei um einen Milchkochtopf, einen sogenannten „Rutscher“, den man auf die Eisenplatte des Herdes stellen konnte, sowie einen Bräter, der in die eiserne Backröhre des holzbeheizten Herdes geschoben wurde.

Natürlich ist auch wieder die typische, industriell hergestellte (eingedrehte oder gegossene) Haushaltskeramik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vorhanden. Sie trägt die typischen Schablonendekore, die mit dem Pinsel oder der druckluftgetriebenen Spritzpistole aufgetragen wurden. Leider ist keines der Stücke gemarkt, sodass wir nicht sicher sein können, ob die Herstellung in der Schweiz erfolgte oder es sich nicht doch um Import aus Deutschland handelt. Diese Art Keramik wurde z.B. im Jahr 1938 auch in den Katalogen des Zürcher Versandhauses Jelmoli angeboten.

Natürlich darf Kaffeegeschirr nicht fehlen. Meist handelt es sich um manganglasiertes Geschirr, dass in der Schweiz gefertigt wurde. In Buchen ist aber auch eine Kaffeekanne mit brauner Lehmglasur vorhanden, die wohl im damals deutschen Schlesien in Bunzlau entstand.

Zu ergänzen wären beim Kaffeegeschirr noch Tassen und Ohrenschalen. Auch hier stehen typischen Importen aus Frankreich (Saargemünd) nur wenige einheimisch-schweizerische Produkte gegenüber, wie die mit dicken Punkten verzierte Tasse.

Beim Steinzeug finden sich in der Sammlung die üblichen Vorratstöpfe aus dem deutschen Westerwald und Mineralwasserflaschen aus Niederselters an der Lahn.

  

Steingut ist in der Museumssammlung selten vorhanden und beschränkt sich auf einen charakteristischen Nachttopf aus der Steingutfabrik Niederweiler AG, Werk Möhlin bei Rheinfelden im Kanton Aargau.

Dank

Die CERAMICA-Stiftung dankt der Stiftung und dem Verein Schulhaus Buchen und besonders Jochanan Hesse, Buchen, und  sehr herzlich für die freundliche Unterstützung der Inventarisationsarbeiten.

Bibliographie: 

Heege 2019
Andreas Heege, Keramik aus St. Antönien. Die Geschichte der Hafnerei Lötscher und ihrer Produkte (1804-1898) (Archäologie Graubünden – Sonderheft 7), Glarus/Chur 2019.